Hinweis für Schleckermäulchen….

Liebe Kunden,
Liebe Interessenten und Freunde unseres Hauses!

Ab sofort gibt es wieder unsere leckeren Silvaner-Pralinen!

Ruck Pralinen 1

Die von der Confiserie Burg Lauenstein mit unserem Silvaner gefertigten Praliné  und Trester Trüffel sind wieder in aller Munde…..

Die von unserem Internet-Betreuer für Fotos angeforderten Exponate sind leider bis heute verschollen…..

Ihr

Johann Ruck Signature

Kundenbrief Juli 2013

 

Unbenannt

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde unseres Hauses,

Der lange Winter ist Ihnen sicher auch noch in unangenehmer Erinnerung und wir waren froh, als Anfang Mai das erste Mal 15°C – und zwar im „+“ gemessen werden konnten.

Ich war mit unserem Fendt zum Grasmähen unterwegs und konnte in zeitiger Frühe und bei geöffneter Windschutzscheibe wunderbare Frühlingsdüfte wahrnehmen. Der endlich blühende Raps, mit süßlich-würzigen Noten, die Schlehen, kräftig herb-süß (schade, daß es davon kein Parfum gibt) und als Krönung der betörende Fliederduft, als ich eine lange Hecke passierte.

Das erinnerte mich spontan an unseren neuen Traminer, den wir tags zuvor abgefüllt hatten und ich bekam große Lust darauf. Aber es war leider erst kurz nach 7.00 Uhr. Ich war trotzdem sehr glücklich mit der Erkenntnis, doch den richtigen Beruf zu haben.

Dann folgte der 24. Mai und der Regen begann und hörte nicht mehr auf. Insgesamt bekamen wir in Iphofen 176 L/m² ab, was einen Rekordwert bedeutet. Selbst meine alten Winzerkollegen konnten sich an eine solche Wettersituation nicht erinnern und unser Onkel Andräs meinte: „souwos war nunit da!“

Zurzeit ist die Rebentwicklung etwas zurück, was aber nicht schlimm ist. Ich bin zuversichtlich, daß der Rückstand leicht wieder eingeholt werden kann, denn Wasser haben wir nun ja wohl genug. Und wenn die Ernte erst Ende September beginnt, können Hansi und ich endlich mal wieder beim Schützenum-zug an unserer Kirchweih dabei sein, wo wir die letzten Jahre durch die frühe Weinlese immer verhindert waren.

Viel Neues gibt es zu berichten, meine Damen und Herren: der 2012er Jahrgang ist grandios und es ist eine helle Freude, die neuen Weine zu probieren. Die Silvaner mit präsenter Frucht, was sonst ja eher selten ist, harmonisch, würzig und toll balanciert.

Die Rieslinge, deutlich nach Pfirsich duftend und schmeckend, mit erfrischend-lebendiger Säure, Grauburgunder mit feiner Birnenfrucht und der Traminer, nach einer ganzen Fliederhecke duftend (s.o.), in der sich aber auch ein paar Heckenrosen eingeschlichen haben.

Besonders empfehlen möchte ich Ihnen unsere Scheurebe „alte Reben“. Sonst in der Cuvée des „Johann blanc“ für die angenehmen Cassisaromen zuständig, haben wir sie dieses Jahr, da sie mit großer Eleganz und fein entwickelten Bukett brillierte, separat auf den Bocksbeutel gefüllt – phantastisch! Wir sind sicher, daß die Freunde unseres Sauvignon, die heuer leider auf ihn verzichten müssen (er wollte einfach nicht) mit dieser Scheurebe eine tolle Alternative bekommen.

Unser Rosé vom Spätburgunder ist ein perfekter Sommerwein: klassische Erdbeernase, erfrischend trocken mit dezentem Alkoholgehalt, was im Sommer sehr vorteilhaft sein kann, ebenso wie unser Johann blanc ein perfekter „Longdrink“!

Das alles, meine Damen und Herren in einem neuen Erscheinungsbild. Hansi, als alter Traditionalist, hat jetzt einen langgehegten, heimlichen Wunsch von mir verwirklicht und unser allererstes Weingutsetikett aus den 1920er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus den Ruck’schen Schubladen wieder zum Leben erweckt. Ab dem Jahrgang 2012 präsentieren wir uns in neuer, bzw. alter Form, zwar modernisiert, aber sichtbar der Tradition verbunden. Auch auf unserer Geschäftspost und den Preislisten verschwindet unser „Chateau“ und wird ersetzt durch unser wunderschönes Familienwappen aus dem Jahre 1586, mit der alten, dezenten Weingutsbezeichnung.

Baulich wird sich an unserem Gutshaus ebenfalls etwas ändern. Die Fassade wird wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht. Ein neuer, großer Präsentationsraum mit mehr Licht, sowie ein lauschiger kleiner Innenhof, entstehen zusätzlich. Bis zum Sommer 2014 wollen wir fertig sein. Während des Umbaus findet der Weinverkauf vor unserem Haus, in einem (beheizbaren!) Provisorium statt.

Groß war die Freude über den „Award for Friends“ des Magazins „Der Feinschmecker“, der unserer TRIAS-Gruppe Ende März auf Schloss Bensberg verliehen wurde. Es war ein toller Gala-Abend mit vielen berühmten Gästen. In der Juni-Ausgabe finden Sie einen umfassenden Bericht darüber.

Und nun zu den Enkeln. Ich beginne mit dem Jüngsten, „Lubdich Lugg“ soeben „dlei Jahle alt“ geworden. Hannes ist sein „gloßer Bluder“, aber er, Ludwig, ist „auch schon alt!“ (Resultat aus dem erzieherisch eingesetzten Satz: „Dazu bist du noch zu klein“)

Hanni ist kürzlich beim Klettern vom Kirschbaum gefallen und bekam einen Gipsverband an den rechten Arm. Als alles fertig war, fragte er den Arzt, ob er mit dem Gips wieder auf den Baum steigen darf, er könne sich dann ja auch mit der linken Hand festhalten!

Da fällt mir noch ein: bei der Feinschmecker-Gala bedankte ich mich bei Frau Jakits und Ihren Redakteuren mit zwei Gesangseinlagen, begleitet von Helmut Zerlett, seiner Hammond und zwei fabelhaften Musikern. Das Publikum tobte. Als ich zum Ausklang noch etwas Zerstreuung bei „Frank Mc.Clean“ und Band in der Bar suchte, kam ein beeindruckend massiger, männlicher Gast auf mich zu, tippte mir auf die Brust und sagte auf `hardcore-frankforterisch´: „Ei sie… sie hawwe ä bessä Stimm‘ als dä do owwe!“ Das laß‘ ich mal so dahingestellt.

Mit den besten Grüßen!

Johann Ruck Signature